An jedem letzten Donnerstag im Monat veranstaltet die Gesellschaft für angewandte Philosophie Baden-Baden einen philosophischen Abend.
Beginn: 19:30 Uhr im KurhausRestaurant
Philosophie ist die Liebe zur Weisheit, durch deren Türen neue Erkenntnis - und Bewußtseinsräume betreten werden können.
Die Gesellschaft für angewandte Philosophie möchte Menschen zusammenführen, Fragen stellen und Bewusstsein schaffen.
Sie möchte Freude am kritischen Nachdenken und am gemeinsamen Gespräch erzeugen, und so die Möglichkeit bieten, sich über die wichtigen Seinsfragen und Themen des Menschseins zu unterhalten.
In Form eines themenbezogenen Gesprächskreises mit inhaltlicher Einführung und Diskussion möchten wir anregende Gespräche führen, um die praktische Anwendung philosophischer Themen im Alltag sowie die Kommunikationskultur zu fördern.
Die Themenabende werden von Mitgliedern durch Kurzvorträge und Moderation geleitet, wobei neben der Vermittlung von Fachwissen eine Verknüpfung zwischen philosophischem Gedankengut und dessen Wirkweise in Gesellschafts- und Erfahrungsbereichen gelingen soll.
Für Vorträge werden Gastdozenten aus den Fachgebieten und von Hochschulen eingeladen, um unsere Abende zu bereichern und Einblicke aus der Forschung zu geben.
Termine:
Donnerstag, 26.08.2010
Vom Sinn und Unsinn des Ärgers
Thomas Ach, Mitglied der GPH
Wie lässt sich die Bestie Ärger zähmen? Immer ruhig und gelassen bleiben – das ist ein hohes Ideal, das wir nur allzu gerne erreichen würden. Ärger, so glauben wir zu wissen, schade uns, und wer sich ärgert, sei nicht (immer) cool. Aber Ärger hat seinen eigenen Wert, wenn wir richtig mit ihm umgehen. Dann hilft er, das Selbst zu stärken und die Dinge zu klären.
Donnerstag, 30.09.2010
Ohne Fühlen kein Denken. Ohne Denken kein Fühlen.
Einführung in die Leibphilosophie
Dr. Annegret Stopczyk-Pfundstein, freie Dozentin und Leiterin einer philosophischen Praxis, Stuttgart
Donnerstag, 28.10.2010
„Was ihr den Geist der Zeiten heißt, das ist im Grund der Herren
eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln“
Dr. Stephan Zimmermann, Universität Heidelberg
In dem Zitat aus Goethes Faust findet sich eine tiefe hermeneutische Wahrheit ausgesprochen. Dabei hat das Phänomen des Zeitgeistes viele Gesichter. Da ist etwa jenes berühmte Beispiel, dessen autoritative Lösung bis in die frühe Neuzeit hinein gegolten hat: In seinen naturwissenschaftlichen Studien behauptet Aristoteles, eine Fliege habe acht Beine; in Wirklichkeit hat sie nur sechs. Doch die verkehrte Anzahl wurde gegen allen Augenschein im scholastischen Unterricht des Mittelalters immer wieder unter Berufung auf die Autorität des Aristoteles gelehrt. Das ist freilich ein extremer Fall, an dem sich studieren lässt, wie der Geist einer Epoche deren Blick auf die Welt besetzt halten kann.
Donnerstag, 25. November 2010
Subjektive Erfahrung - Objektives Wissen?
Bemerkungen zu einer konstruierten Unterscheidung
Prof. Dr. Dr. Bernhard Uhde, wiss. Beirat, Universität Freiburg
Erfahrungen gelten gemeinhin als subjektives Erleben, das sich der Kommunikation nur bedingt und dem "objektiven Wissen" gar nicht erschließt. Und doch ist die Lebenspraxis des Menschen geprägt von Erfahrungen, die durchaus Gegenstand philosophischen Denkens sein können, um eine Philosophie der Praxis zu begründen. Diesen gedanklichen Weg gehen auch nicht wenige philosophische Wege aus Asien, aber auch neuere philosophische Gedanken des Abendlandes. So wird sich zeigen, ob eine Unterscheidung zwischen subjektiver Erfahrung und objektivem Wissen überhaupt sinnvoll gedacht werden kann.
Weitere Informationen und Veranstalter:
Ort: KurhausRestaurant Baden-Baden
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: Mitglieder frei, Gäste € 5,-, Schüler und Studenten € 3,-
Gesellschaft für angewandte Philosophie Baden – Baden e.V.
E-Mail: gph-badenbaden@gmx.de
Internet: www.philosophia-baden-baden.de